Irdisches Datum: 18. 12. 2014
Abenteuerpunkte: 75
Aventurisches Datum: 23. Rahja 1007 BF bis 6. Praios 1008 BF

Die Helden, nun um zwei Seeschlangenzähne reicher, kehrten sicher zur "Stern von Silz" zurück. Die Aufgabe war damit gelöst, doch es gab noch keine neue Vision seitens Shayas, die den Gefährten das nächste Ziel offenbart hätte. Also befahl Kapitän Phileasson, erneut Kurs auf Boran zu nehmen. Auf der Fahrt nach Boran begann Shaya zu meditieren, um eine Antwort auf die Frage zu erhalten, was nun mit den Zähnen geschehen solle. Während sie sich bereits tief in Trance befand, zog der Himmel zu und ein Sturm kam auf. Die ganze Nacht über tobte der Sturm, schüttelte das kleine Boot durch und bescherte so manchem an Bord eine Seekrankheit. Doch als am nächsten Morgen der Sturm nachgelassen hatte und das Boot sanft von den Wellen geschaukelt wurde, war von Oberdeck ein seltsames Geräusch zu hören - als ob etwas von einer Bordwand zur anderen und wieder zurück rollen würde. Tatsächlich hatte der Sturm eine Flaschenpost an Deck gespült, gut verschlossen mit Wachs. Kurzerhand wurde die Nachricht geöffnet und die Gefährten um Kapitän Phileasson bekamen dies zu lesen:

Wo die See, die weder Meer noch Land ist, Schiffe hortet,
zwei alte Meister gefangen in des herrenlosen Sklaven Netz.
Schärft der geschuppten Herrn der Meere Waffen gegen des Kelches Räuber,
auf dass der Fenvar Erbe Schlüssel zurückkehre in die verlorene Stadt.

Zwar konnten die Helden nicht alle Rätsel dieser kryptischen Botschaft lösen, doch immerhin fand man heraus, dass im ersten Vers nur die Sargasso-See gemeint sein konnte, die natürlich Phileasson selbst bekannt ist. Wer mit den zwei Meistern und dem herrenlosen Sklaven gemeint sein sollte, war allerdings unklar. Dass aus den erbeuteten Zähnen nun scharfe Waffen hergestellt werden sollten, war wiederum deutlich und auch Abdul konnte den Helden erklären, dass Fenvar ein alter Elfenkönig war.
Trotz der Tatsache, dass das neue Ziel im Süden lag, behielt man vorerst den nördlichen Kurs bei, um sich in Boran für die gefährliche Fahrt ins Sargasso-Meer auszurüsten. Zudem neigte sich der zwölfte Monat des Jahres seinem Ende entgegen und die Namenlosen Tage standen bevor. Es gab etliche Diskussionen unter den Helden, wie man diese Tage verbringen sollte. Immerhin war klar, dass Beorn einen Vorsprung vor der Phileasson-Gruppe hat, und so entschied man sich mit knapper Mehrheit dafür, die Namenlosen Tage auf See zu verbringen. Nachdem alle Vorbereitungen abgeschlossen waren, lief die Stern von Silz - diesmal ohne Halrech - wieder mit Kurs Süd aus, in Richtung Charyptik. Die verfluchten Tage zwischen altem und neuem Jahr verbrachte man weitestgehend still unter Deck. Am 2. Praios des neuen Jahres entdeckte man schließlich die ersten größeren Tanginseln, die laut Phileasson von der Nähe des Sargasso-Meeres zeugten. Und tatsächlich - im Laufe des Tages wurden die Tang-Sichtungen häufiger, bis die Stern von Silz schließlich nur noch von Tang und Algen umgeben war. Vorsichtig manövrierte man das kleine Schiff durch den Schlick, ständig selbst mit der Gefahr im Nacken, ebenfalls ein Opfer des Tangs zu werden. Immer wieder wurde von den Helden mittels Ruderriemen überprüft, ob der Schlick begehbar sei, aber erst zwei Tage später war man soweit in das Tangfeld vorgedrungen, dass man das Boot probehalber verließ. Gesichert mit einem Seil wagte Irion die ersten Schritte auf der See, die weder Land noch Meer ist. Erst als er übermütig zu hüpfen begann, versank er im Schlick und wurde auch gleich von einem Scherentier gebissen.
Weil sich am Horizont ein Wrack andeutete, brach Kapitän Phileasson mit den Helden auf, um das Wrack zu erkunden. Unterwegs entdeckte man den stark verwesten Leichnam eines Matrosen, in dessen Wasserflasche sich lediglich Salzwasser befand und der in einem Lederrucksack fünf Flaschen einer blauen Flüssigkeit mit sich führte. Am späten Abend erreichte man das Wrack der "Stolz von Nebachot", einer Karracke. Zwar waren die Planken bereits morsch, dennoch entschloss man sich, die Nacht an Bord des Schiffes zu verbringen. Bei der Erkundung des Schiffes fand man neben der noch vollständig vorhandenen Ladung von edlen Hölzern eine Notiz: "Die Dämonen kommen nachts!"

sargasso

Man verbrachte eine unentspannte Nacht an Bord des alten Schiffes, in der jedoch alles ruhig blieb. Am Morgen hatte Fin die Idee, in das Krähennest der Karracke zu steigen, um so einen besseren Überblick über die Umgebung zu bekommen - und tatsächlich entdeckte er in westlicher Richtung ein weiteres Wrack. Und so entschied sich die Gruppe, nicht auf direktem Wege zur Stern von Silz zurückzukehren, sondern auch das zweite Schiff zu erkunden.
Beim zweiten Wrack handelte es sich um einen nahezu unbeschädigten Dreimastholk, dessen Ladung aus Karenwolle und gammeligen Pelzen bestand. Weder das Logbuch der "Efferdstolz" war zu finden, noch irgendwelche Spuren der Mannschaft.....


Irdisches Datum: 9. 12. 2014
Abenteuerpunkte: 150
Aventurisches Datum: 23. Rahja 1007 BF

Mit blitzenden Klingen und Zauberei ging es weiter. Lucianas BLITZ gelang zwar, konnte der Riesenspinne gedoch nichts anhaben. Mit Erstaunen musste Irion feststellen, dass das Schwert Selflanatil, welches Luciana bei sich führte, plötzlich aufleuchtete. Während die an der Spitze der Gruppe laufenden Helden sich das Gefecht mit der Spinne lieferten, hatten die am Schluss laufenden Gefährten keine wirkliche Ahnung vom Geschehen wenige Meter vor ihnen. Der Spinne gelang es sogar, Fin ins Bein zu beißen, doch nach einem weiteren erfolglosen BLITZ gelang Luciana schließlich ein AURIS NASUS, welcher den gesamten Höhlengang in ein Flammenmeer verwandelte. Erschrocken zog die Spinne sich zurück und gab den Weg in das Innere des Berges frei.
Schon nach wenigen Metern gelangte die Gruppe in einen etwas größeren Hohlraum, in dem ein Altar stand. Auf dem Altar stand eine Schlangenskulptur sowie mehrere verkommene Obstfrüchte wie auch Fischkadaver. Nachdem Ynu auf dem sandigen Boden die Fußspuren von Achaz als auch Stiefelabdrücke gefunden hatte, folgte man den Spuren, welche die Gruppe noch tiefer in den Berg und in eine sehr viel größere Höhle führte. Mehrere aus Sandstein gefertigte Stufen führten in die riesige Höhle, deren Boden aus nassem Sand bestand, auf dem die Stiefelabdrücke nun sehr deutlich zu sehen waren. Als die Helden weiter in die dunkle Höhle vordrangen, tauchte aus der Finsternis plötzlich eine mit Algen und Tang bewachsene Stufenpyramide auf. Angespannt und neugierig ging es weiter vorwärts, der Geruch von Salzwasser war nun deutlich wahrzunehmen. Und tatsächlich - das Ende der Höhle bildete tatsächlich so etwas wie ein kleiner See, an dessen Ufer die Skelette von zwei Seeschlangen lagen. Sehr zum Ärger der Helden fand man die Skelette - vor allem die Schädelknochen - in einem völlig zerstörten Zustand vor. Und noch etwas erregte die Aufmerksamkeit der Helden: im seichten Wasser des Ufers lag eine menschliche Leiche, der man den Schädel gespalten hatte. Die Gefährten erkannten in dem Toten einen der Gefährten Beorns, den sie zuletzt im Drachensteingebirge gesehen hatten. Nachdem nun klar war, dass man auch hier auf dem Seeschlangen-friedhof keinen unversehrten Zahn finden würde, wandte man sich der Pyramide zu - immerhin hatte diese einen Eingang. An den Wänden der Gänge, die ins Innere führten erkannten die Helden zwar uralte Gravuren, die das Bild einer monströsen Kreatur unterhalb einer Pyramide zeigten, doch hielt sie das nicht davon ab, tiefer in die Pyramide vorzudringen. Am Ende des Gangs stieß die Gruppe schließlich in einen etwas größeren Raum vor, dessen Boden etwa knietief mit Wasser bedeckt war und an dessen Ende sich eine große, verschlossene Steintür befand. Irion musste plötzlich mit siedend heißem Erschrecken feststellen, dass neben ihm im Wasser ein toter Achaz lag und rannte schreiend davon. Fin hingegen war fest entschlossen die Tür zu öffnen, um die Pyramide weiter zu erkunden. Nach zwei erfolglosen Versuchen, die Tür zu öffnen, fing die Pyramide jedoch plötzlich an zu beben und tief aus dem Innern der Pyramide erhob sich ein schrecklicher, langgezogener Schrei, der den Helden das Blut in den Adern gefrieren ließ. Hals über Kopf stürzten sie aus der Pyramide. Zurück in der Höhle mussten sie feststellen, dass ein Achaz auf den Sandsteinstufen stand und mit einem Horn Rufzeichen gab. Kurz darauf erschienen mehrere bewaffnete Achaz, die in ihrer Sprache (Abdul konnte das Gezisch der Geschuppten übersetzen) nichts als Morddrohungen für die "Frevler" übrig hatten. Als man sich schon innerlich auf einen Kampf mit den Achaz eingestellt hatte, zog plötzlich ein Luftzug durch die Höhle und Luciana erkannte, dass Irion einen AUGE DES LIMBUS wirkte. Erschrocken schrie sie den anderen zu, sich schnellstmöglich in die Pyramide zu flüchten, wenn sie nicht sterben wollten. Alle, außer Fin, der das arkane Spektakel mitverfolgen wollte, sprangen daraufhin zurück in die Pyramide. Eine weitere flehentliche Warnung Lucianas ließ dann aber auch Fin nicht weiter unbeachtet und auch er brachte sich in Sicherheit. Der erste Versuch, die angreifenden Achaz mit einem AUGE DES LIMBUS aus der Welt zu schaffen, war nur von kurzer Dauer. Zwar wurde einer der Achaz vom Mahlstrom verschlungen, doch der Zauber hielt nur kurz an - zu kurz, um auch die anderen Geschuppten, die nun erschrocken über das plötzliche Verschwinden ihres Waffenbruders innehielten. Irion fackelte nicht lange und wirkte erneut einen AUGE DES LIMBUS - und der saß! Innerhalb kürzester Zeit wurden sämtliche in der Höhle befindelichen Achaz in den Limbus gezogen. Allerdings gelang es Irion nicht, sich selbst in Sicherheit zu bringen - auch er wurde ein Opfer seines eigenen Zaubers und verschwand.
Nachdem sich längere Zeit nichts mehr gerührt hatte, wagten die übrigen Helden sich wieder aus dem Schutz der Pyramide heraus und mussten feststellen, dass Irion nicht mehr da war. Er hatte sich anscheinend selbstlos geopfert, um die restliche Mannschaft vor den mordlustigen Achaz zu retten. Noch während Phileassons Mannschaft völlig erstaunt über Irions Zauber in der großen Grotte stand, war erneut ein Luftzug zu spüren und wieder bildete sich ein Mahlstrom. Gerade als die Helden sich erneut in die Pyramide flüchten wollten, gab es einen Druckschlag, der Mahlstrom öffnete sich und Irion fiel zurück in die Grotte! Im gleichen Moment tat sich etwas im unterirdischen See - das Wasser wurde unruhig, Blasen stiegen aus dem Wasser, kleine Wellen schlugen ans Ufer. Aus dem Wasser erhob sich die riesenhafte Gestalt einer Seeschlange, die sich scheinbar völlig entkräftet auf den Strand schleppte und dort kraftlos liegenblieb. Ganz offensichtlich hatte sie die Höhle aufgesucht, um in der Grotte zu sterben. Mit einem Mal sahen sich die Gefährten am Ziel ihrer Aufgabe - den unversehrten Reißzahn einer Seeschlange zu bekommen. Dafür musste allerdings das Ableben des großen Tieres beschleunigt werden. Jedoch wollte niemand so recht dem sterbenden Tier den finalen Gnadenhieb geben - nicht einmal Raluf. Die Schwertgesellin Alena nahm sich daraufhin ein Herz und erlöste die Seeschlange von ihrem Leid des Sterbens. Jetzt zückten auch die anderen Helden Dolche und Messer, um dem riesenhaften Tier mehrere Zähne aus dem Kiefer zu schneiden. Damit war die Aufgabe, die Shaya vor einigen Tagen auf dem Weg nach Mendena erhalten hatte, gelöst und die Mannschaft kehrte zum Boot zurück.


Irdisches Datum: 4. 12. 2014
Abenteuerpunkte: 50
Aventurisches Datum: 20. Rahja 1007 BF

Nachdem man Halrech, den alten (und stinkenden) Fischer am Vortag aus den Augen verloren hatte, machte sich die Gruppe am Morgen des 20. Rahja 1007 BF auf die Suche nach dem alten Mann mit der Dublone, welche den Eingang zum Friedhof der Seeschlangen offenbaren sollte. Schließlich fand man Halrech im verwahrlosten Hinterhof des Efferd-Tempels. Um die bereits sehr in Anspruch genommenen Geruchsnerven nicht weiter zu strapazieren, spendierte die Gruppe dem alten Halrech zunächst ein ausgiebiges Bad und darüber hinaus auch noch einen Satz neuer Kleidung. Damit war man dem gesuchten Seeschlangenzahn ein gutes Stück näher gekommen. Was nun noch fehlte, war ein Schiff, mit dem man zum Friedhof der Seeschlangen, der jenseits einer Felswand liegen sollte, segeln konnte. Die Suche nach einem passenden Schiff übernahm Kapitän Phileasson höchstselbst, allerdings war das einzige Schiff, was im Hafen von Boran aufzutreiben war, ein gerade mal 8 Meter langer Einmaster, der darüber hinaus auch noch in einem bedauernswerten Zustand war. Also verbrachte die Gruppe die nächsten Tage mit Instandsetzungsarbeiten und dem Organisieren von Ausrüstung und Proviant.
Am 23. Rahja bei Sonnenaufgang stach man zusammen mit Halrech auf der "Stern von Silz" in See und segelte gen Süden, in Richtung der Felsenküste. Nach drei Tagen ruhiger Fahrt in Küstennähe war das Ziel erreicht und man ging vor Anker. Tatsächlich offenbarte die Dublone aus dem Besitz des alten Fischers den Eingang zum Seeschlangenfriedhof. Mit dem Beiboot musste man vorsichtig an die Felswand herannavigieren, stets der Gefahr ausgesetzt, von der Brandung gegen die Felsen geschleudert zu werden. Dank der Lassowurf-Fähigkeiten des Magiers Irion und Fins konnte das Boot jedoch schnell an einem Felsvorsprung festgezurrt werden. Auch das Erklimmen der Felswand war Dank der Kletterausrüstung kein nennenswertes Problem.
Bewaffnet mit magischem Licht wagte man sich in die Höhle. Nach einigen Metern jedoch wurde der an der Spitze der Gruppe laufende Fin von einem übergroßen Spinnennetz aufgehalten. Noch während er versuchte, das Netz mit seinem Schwert zu beseitigen, wurde er von einer Riesenspinne attackiert, die in einer Felsspalte auf Opfer gelauert hatte. Die Attacke der über einen Meter großen Riesenspinne schlug jedoch fehl und die an zweiter Position laufende Luciana versuchte nun ihrerseits, die Spinne anzugreifen: "Blitz dich find!"